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Ungewohntes wird von der Imkerschaft gerne als "nicht praktizierter" abgelehnt. Oder man meint, mit den eigenen Bienen oder den eigenen Beuten sei dies nicht möglich. Diese Bedenken sind in der Regel bei näherem Hinsehen nicht haltbar, wie die Erfahrung inzwischen zeigte. Die oben erwähnten Punkte sollen einzeln nochmals erläutert werden. Altwaben entfernen: Damit beginnen Sie am besten gleich. Sehen Sie Ihren Wabenvorrat durch. Sämtliche bebrüteten Waben gehören nicht in den Vorrat sondern sofort in den Wachsschmelzer. Idealerweise noch bevor Wachsmotten überhaupt eine Gelegenheit zur Zerstörung bekommen. Unbebrütete Waben, welche keinen Pollen enthalten, werden kaum je von Wachsmotten befallen. Um ganz sicher zu gehen, verwahren Sie diesen Wabenvorrat im kühlen Keller auf. Falls nicht vorhanden, stellen Sie die Magazintürme auf Balken. Unten ein bienendichtes Lüftungsgitter, dann 10 Zargen mit Waben, oben wieder ein Lüftungsgitter. So kann sich keine Maus einnisten. Der Kamineffekt bewirkt, dass ein Luftzug entsteht. Wachsmotten mögen dies überhaupt nicht.. Wählen Sie alternativ einen anderen luftigen Ort aus zum Aufbewahren dieser Waben. Aber bitte nie ausserhalb der Beuten von den Bienen auslecken lassen (Räubereigefahr, Belästigung der Nachbarschaft, Krankheitsverbreitung etc.)! Wachsmottenbekämpfung gehört in Ihrem Betrieb ab jetzt der Vergangenheit an. eine Risiken, keine Umweltbelastung, keine Belastung ihrer Waben, weniger Arbeit. Im zeitigen Frühjahr entfernen Sie aus ihren Völkern sämtliche nicht dicht besetzten Randwaben. Wir führen diese Arbeit in der Regel vor der Weidenblüte durch. Die Randwaben sind um diese Zeit meistens von den Bienen leergetragen. Kleine verbliebene Futterecken sind kein Hindernis. Das Schiedbrett (mit einer Einkerbung von 10 x 7 mm am Oberträger) begrenzt das Volk auf den tatsächlich besetzten Raum. Bei uns im Ösling sind das in der Regel 7 bis 8 Dadantwaben. Enthalten einzelne dieser Waben viel Futter, weil beispielsweise der Wintersitz des Volkes an eine Seite der Beute rutschte, ritzt man dieses Futter auf, und gibt die Wabe in das nun leere Seitenabteil zurück. Durch die Einkerbung in der Warmzone wird das Futter innerhalb weniger Tage von den Bienen in das Brutnest umgetragen. Die Wabe wird dann später entnommen. Im gleichen Arbeitsgang entfernen Sie sämtlichen Überbau, Wirrbau sowie das alte Propolis von der Rähmchenauflage. Und ganz zum Schluss reinigen Sie das Bodenbrett von sämtlichem Wintergemüll oder besser Sie tauschen es gegen einen sauberen Boden aus. |
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