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(nach einem Vortrag anlässlich der 82. Wanderversammlung deutschsprachiger Imker Nach dem flächendeckenden Befall der Bienenvölker durch die Varroamilbe vor knapp 20 Jahren galten die ersten Anstrengungen folgerichtig erst einmal der Rettung der Bienenvölker. Erst nach mehreren Jahren quasi weltweiter Behandlung mit verschiedenen Behandlungsmitteln führte die berechtigte Forderung nach Rückstandsfreiheit unserer Bienenprodukte vielfach zu einem Umdenken . Fortschrittliche Imker führten schon zuvor, mittels einer strengen Trennung von Brutwaben und (unbehandelten) Honigwaben sowie einer Konzentration der Bauzonen in die Honigräume, eine Trennung von Neu- und Altwachs als festen Bestandteil in die Betriebsweise ein. Die heutige Analysetechnik zeigt uns, dass all diese Imker recht hatten. Bei konsequenter Durchführung dieses Systems ist dem Schutz der Imkereiprodukte vor Rückständen durch Varroabehandlungsmittel und anderer fettlöslicher Fremdsubstanzen vorerst nachweislich Rechnung getragen. Voraussetzung ist, dass dem einzelnen Imker die Möglichkeit gegeben ist, sein eigenes Jungfernwachs zu Mittelwänden zu verarbeiten. Der luxemburgische Verband für Bienenzucht bietet seit etlichen Jahren seinen Mitgliedern diese Umarbeitung (auch bei kleinen Mengen) mit einer verbandseigenen Wabengießanlage an. Des weiteren wird den Mitgliedern des Verbandes gratis die Möglichkeit geboten, den Völkerbestand mit Gitterböden zu versehen. Der breiten Imkerschaft steht somit zusätzlich ein erprobtes Instrument zur Verfügung um den Varroabefall besser abschätzen zu können und künftig die notwendigen Behandlungen gezielter und effektiver durchführen zu können. I. Varroatoleranzzucht: Einige Gedanken.... Die Frage ist wohl berechtigt: Führte der ganze Rummel um die Bekämpfungsstrategien gegenüber der Varroamilbe nicht dazu, dass wir uns in der Vergangenheit zu sehr auf die Bekämpfung dieser Varroamilben konzentrierten? Dabei oft vergaßen primär auf die Qualitäten des Bienenvolkes zu achten um unterschiedliche Fähigkeiten zu erfassen, mit welchen die verschiedenen Völker dem Parasiten begegnen? Um Missverständnisse vorweg auszuschließen: Ich stehe voll und ganz zur bisherigen Praxis einer effektiven Behandlung, auch mit chemischen Mitteln. Ich akzeptiere aber nicht deren gedankenlosen Einsatz. Vielmehr sollte jede Behandlung als Mittel zum Zweck angesehen werden. Einmal um notwendigerweise Zeit zu gewinnen, zum andern aber auch um zu wertvollen Erkenntnissen über den Befallsgrad und die Befallsentwicklung der einzelnen Völker zu kommen ohne diese vorerst opfern zu müssen. Die Wissenschaft schlägt heute eine ganze Reihe indirekter Zuchtmerkmale vor, welche bei der Zuchtauslese auf Varroatoleranz berücksichtigt werden sollten oder müssten. Für mich als Praktiker sind vor allem 3 Parameter relevant: |
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In Luxemburg arbeiten Praktiker aller Zuchtrichtungen (Buckfast-Carnica-Primorski ....) zusammen am gemeinsamen Projekt „Varroatoleranzzucht" |
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