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einer Auslese erfolgt. Entsprechend hoch liegt das Zuchtniveau im Vergleich zu anderen Zuchtrassen.

9) Überwinterung

Erläuterungen:

Die Umweiselung der Ertragsvölker erfolgt in Berufsimkereien oft im September / Oktober oder auch im März/April. Sämtliche überdurchschnittlich guten Königinnen verbleiben aber vorerst auf den Ständen in den Ertragsvölkern. Die Überwinterung und die Frühjahrentwicklung sind wichtige Auslesekriterien. Nach erfolgter Überwinterung werden die besten dieser Königinnen bei Beginn der Frühtracht mitsamt drei Brutwaben und einer Deckwabe zum Zuchtstand gebracht. Sie dienen dort als Zuchtmütter.

Bewertung:

Mittels Waage werden alle unsere Völker Ende September auf ein einheitliches Gewicht gebracht. Im Januar wird auf den Ständen generell eine Totenfallkontrolle durchgeführt. Ein besonderes Augenmerk haben hier natürlich Völker mit potentiellen Zuchtmüttern.  Im zeitigen Frühjahr wird die Zehrung im Vergleich zur Volksstärke bewertet. Völker, welche zu übermäßiger Winterbrut neigen vergeuden bekanntlich ihre Volkssubstanz. Unter Volkssubstanz verstehe ich nicht nur die Bienen sondern genauso die Vorräte an Pollen und Futter. Im günstigsten Fall kann Winterbrut einhergehen mit übergroßer Volksstärke nach der Überwinterung und Futtermangel, im ungünstigen Fall aber in der Folge mit Anzeichen von Faktorenkrankheiten, z.B. Nosematose (Siehe auch unter „Vitalität Bienen„).

Zuchtziel:

Möglichst ausgedehnter Brutstopp, sparsamer Umgang mit der Volkssubstanz in der inaktiven Zeit. Honigraumreife ab Ende April  ohne jede Verstärkungsmaßnahmen. 

Aktueller Stand:

Entgegen vielen anderslautenden (theoretischen) Berichten neigt die reine Buckfast zu einem frühen Brutstopp, ab etwa Mitte Oktober sind die Völker brutfrei. Kreuzungen verhalten sich oft anders. Nicht immer führt aber die Heterosis bei Kreuzungen zu vermehrter Winterbrut, wie die Medakreuzungen klar bewiesen. Unter normalen Bedingungen überwintert die Buckfast tadellos, wie die Carnica. Entsprechend den größeren Volksstärken benötigt die Buckfast im Schnitt 3-5 kg mehr Winterfutter.

Verstärkungsbetriebsweisen, wie sie vor 30 Jahren für die Buckfast propagiert wurden, erwiesen sich als sinnvolle Maßnahme um mit den selben Völkern sowohl  Spättrachten wie auch die  folgenden Frühtrachen ergiebig zu nutzen. Aufgrund ihrer Fruchtbarkeit und Schwarmträgheit ermöglicht die Buckfast eine Reihe solcher Spezialbetriebsweisen.

10) Varroabefall

Erläuterungen:

Die Zucht auf verbesserte Varroatoleranz steckt in den Kinderschuhen. Die Grundlagenforschung bezüglich diesem Parasiten bringt Jahr für Jahr neues Wirrwarr und neue Erkenntnisse. Weltweit bemüht man sich derzeit um den Aufbau von Arbeitsgruppen „Varroatoleranzzucht". Tatsächlich gibt es aber auch Lichtblicke. Die Prüfung verschiedener Zuchtstämme auf Unije und anderswo zeigt deutliche Unterschiede in der Befallsentwicklung sowie in der Überlebensfähigkeit. Ab einem bestimmten Niveau an Varroaverträglichkeit können weitere Zuchtfortschritte nur mittels Überlebenstests erzielt werden.

Bewertung:

Nach der Behandlung im August jeden Jahres muss der Abfall an Milben abgeschätzt, und die Völker pro Stand benotet werden. Potentielle Zuchtvölker werden außerdem mittels Brutausräumverhalten (Nadeltest)



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Zur Diskussion gestellt: Das Problem „Auswertung von Bienenvölkern"

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