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allein im deutschen Sprachraum unter den Mitgliedern der GdeB alljährlich über 9000 kontrolliert reingepaarte Königinnen in der Auslese. Dazu kommt eine extrem hohe Dunkelziffer im gesamten Verbreitungsgebiet. Durch Repressalien gilt in etlichen Ländern immer noch der Spruch: „Über die Buckfast redet man nicht, man hat sie". Ich weiß aus meiner Zeit als Zuchtkoordinator der GdeB, dass beispielsweise in Österreich zwischen 1996 und 2003 alljährlich deutlich über 5000 Buckfastreinzuchten erstellt wurden, welche aber aus guten Gründen nirgends registriert sind. Ungezählt in allen Ländern und daher in Deutschland beispielsweise als Carnica oder Landbiene registriert sind Hunderttausende von standbegatteten Wirtschaftsköniginnen, welche jährlich erstellt werden. Seriöse Vermehrer von gutem Buckfastmaterial können sich heute der Nachfrage nicht erwehren, ja mehrere Imkerfamilien könnten sich in Europa ihr Einkommen durch seriöse Vermehrungszucht bewährter Buckfastlinien verdienen. Das sind Fakten aus der Praxis! Die Darstellung der Zuchtaktivitäten insgesamt Die im weiteren Bericht angegebenen Zahlen sind mit Vorsicht zu genießen. Was ist gemeint mit sogenannten „Reinzuchtköniginnen"? Sind es nur die wirklich kontrolliert verpaarten Königinnen? Oder alles aus sogenannten Reinzuchtgebieten? Wie dem auch sei, das Ausmaß der systematischen Zucht wird gewiss nicht, wie hier erwähnt, durch die Zahl der produzierten Reinzuchtköniginnen deutlich. Ja, noch nicht einmal alle systematischen Zuchtverfahren stützen ihre Arbeit auf Reinzuchtköniginnen. Wenn beispielsweise 95 % der Bienenvölker einer Region, eines Landes oder gar eines Kontinentes durch einfache Wahlzucht auf ein Zuchtziel hin ausgelesen würden,wenn unabhängig von der eigenen und des Nachbarn Rasse und sonstiger Gesinnung vermehrt und standbegattet würde, dann hätte dies den beherrschenden Einfluss auf die Bienenpopulation (systematische Basiszucht nach Wolfgang Golz: Wenig Aufwand aber viele Züchter an vielen Stellen!). Das Bestreben der Verbesserung der Qualitäten einer Bienenpopulation durch eine ausschließliche Förderung von Reinzucht betrachte ich als eine Illusion. Die kontrollierte Verpaarung von Bienenmaterial, ob über Belegstellen oder durch Handbesamung, bleibt dagegen für immer ein wesentlicher Aspekt jeglicher intensiver Zuchtarbeit. Mehrere Zuchtverfahren zu respektieren, gleichsam zu fördern und anzuerkennen ist für mich kein Widerspruch. Das Ausmaß einer systematischen Zucht wird nach meiner Meinung bestimmt durch: · die Anzahl derjenigen Königinnen welche in der tatsächlichen Auslese stehen. · die Anzahl der tatsächlichen Zuchttiere (mütterlicher wie väterlicher Seite) per Generation, also die eigentliche genetische Größe der Zuchtpopulation. Viel wichtiger scheint mir die Qualität der geleisteten Zuchtarbeit zu sein. Maßgeblich bestimmt wird sie durch die Erfahrung und den Wissensstand der Züchter bezüglich der biologischen und genetischen Bedürfnisse des „Biens". Wie anders hätte Br. Adam die Imkerschaft derart prägen können, mit „nur" 12 bis 20 Zuchtmüttern jährlich, mit rund 450 Jungköniginnen, und Endauswertung in 320 Ertragsvölkern! Nichts für ungut, Dr. Büchler, Dr. Pechhacker! Der deutsche Bundeskanzler gibt sich ja redlich Mühe um die Einbindung der Türkei in die Europäische Union. Damit würde laut Dr. Dreher (die Biene, 7/1993 Seite 393) die anatolische Biene (nach der Lösung einiger geographischer Probleme, aber das ist ja Sache der Politiker...) endlich zu einer europäischen Biene werden. Einer Anerkennung der Buckfastbiene als europäische Zuchtrasse auf der Basis von Kombinationszucht stünde dann nichts mehr im Wege. 9. 5. 2005 Paul Jungels |

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