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Der Versuch wurde im Herbst 2000 gestartet. Ziel ist es, Jahr für Jahr eine neue Generation besamter Königinnen aus dem Zuchtprogramm ohne jede Behandlung zu prüfen. Obwohl diese hochbefallenen Völker kaum Honig sammeln, deren Führung sehr umständlich und mit hohem finanziellem und betriebstechnischem Aufwand verbunden ist/bleibt, scheint dies der einzige Weg zu sein, um ab einem gewisse Punkt in einer Endauswertung weitere positive Ergebnisse zu erzielen. Die indirekten Selektionsschritte sollen hierdurch nicht schlecht geredet werden. Als erste Selektionsstufe nehmen sie auch in unserer Imkerei nach wie vor den größten Raum ein, allerdings nicht in der von wissenschaftlicher Seite propagierten Form. Im einzelnen erfolgte bei uns bei allen Ertragsvölkern: · Die Beurteilung des Gesundheitszustandes stark befallener Völker, seit Beginn der Varroaepidemie. · Die Beurteilung des Milbenabfalls nach Behandlung, seit 1993. · Die Auswertung des Milbenabfalls im Verhältnis zur Fruchtbarkeit des Volkes, seit 1995. Eine Auswertung des Milbenabfalls nach der alljährlichen Augustbehandlung ist zwingend notwendig. Wird der tatsächliche Milbenabfall jedoch nicht in Verbindung gebracht zu weiteren Volksparametern, bleib das Ergebnis fragwürdig. Unsere Erfahrungen belegen eindeutig, dass die bloße Beurteilung des Milbenabfalls nach der Augustbehandlung zu kontraproduktiven Ergebnissen führen kann, wie eine Versuchsreihe der Jahre 1994 bis 1999 zeigte: Die intensive Selektion des Zuchtzieles „wenig Milben" bei einem Teil unserer Völker hat in diesem Zeitraum, nach einem vielversprechenden Ansatz, zu unterdurchschnittlich fruchtbaren Völkern von Typ „Selbstversorger", aber ohne nennenswerte Honigleistung geführt. Eine längere Überlebensfähigkeit war dadurch aber nicht gegeben. Fast gleichzeitig (ab 1995) wurde bei all unseren anderen Völkern das Merkmal „Brutleistung" (welches bei der Auslese der Buckfastlinien sowieso für jedes Volk erhoben wurde/wird) mit zur Beurteilung der Varroatoleranz hinzugezogen. Die Vermehrungsrate der Milben korreliert bekanntlich mehr oder weniger linear mit der Brutleistung des Volkes. Als besonders varroatolerant gelten demnach Völker, welche in der Fruchtbarkeit (also der Brutleistung) hoch und sehr hoch eingestuft, gleichzeitig nach der Augustbehandlung einen verhältnismäßig niedrigen Milbenabfall haben. Die erzielten Teilerfolge dieser Methoden wurden in der externen wissenschaftlichen Prüfung (Überlebenstests 14 selektierter europäischer Bienenherkünfte auf Unije 2000 bis 2002, Büchler und Mitarbeiter) bestätigt. Weitere Fortschritte sind zwischenzeitlich erzielt worden und geben Anlass berechtigter Hoffnungen. Dieser erste Selektionsschritt wird bei all unseren regulären Ertragsvölkern weiterhin durchgeführt. Technik der Versuchsreihe Überlebenstest In wissenschaftlichen Abhandlungen wird die Wichtigkeit einer einheitlichen Startpopulation an Milben in derartigen Versuchsreihen hervorgehoben. Nach meiner Beurteilung spielt die Startpopulation eine rein rechnerische, daher theoretische Rolle. Theoretisch deshalb, weil selbst eine annähernde Varroatoleranz temporärem Invasionsdruck von außen standhalten und diesen auch ausgleichen muss. Varroatolerante Völker hätten sonst nicht die geringsten Überlebenschancen inmitten erkrankter Völker. Dem ist aber in der Praxis scheinbar nicht so. Eine recht hohe Milbenpopulation im Frühjahr führt auch nicht zwangsläufig zu einem frühen Volkszusammenbruch. Wohlgemerkt bezieht sich diese Aussage auf diese spezielle Versuchsreihe mit vorselektiertem Bienenmaterial, weniger auf die allgemeine Imkerpraxis. Genauso wenig garantiert nahezu Milbenfreiheit ohne weitere Behandlung das wirkliche Überleben über Jahresfrist hinaus, |

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Ergebnisbericht der Varroatoleranz - Überlebenstests 2005 |
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