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· dadurch Ausschluss väterlicher- und mütterlicherseits von der Vermehrung, und zwar ununterbrochen, Generation um Generation. Die moderne Imkerei behindert seit rund 100 Jahren diese reinigende Wirkung der Naturauslese: Weniger leistungsfähige Völker werden einfach im Herbst stärker gefüttert, ein Volk mit zu geringer Vitalität im Frühjahr aufgepäppelt oder verstärkt. Wird für ein Volk im Spätsommer der Räubereidruck zu hoch, wird das Flugloch verengt. Deren Drohnen fliegen erneut zur Paarungszeit aus und es ist eine Illusion zu glauben sie wären nicht an Begattungen beteiligt. Diese Einwirkungen blieben im Zeitverlauf von rund 100 Jahren nicht ohne Auswirkungen. Ergebnis: - unsere vielerorts seit den 1960 er und 1970 er Jahren in Leistung, Volksentwicklung und Krankheitsresistenz schwächelnden Bienen, und zwar weltweit. Problematisch für alle sich frei paarenden Königinnen sind nicht etwa die wenige Prozent selektierten Völker einer Zuchtpopulation sondern die über Jahrzehnte nicht selektierten, dem natürlichen Selektionsdruck durch unbedachte „Imkerhand" entgangenen Drohnen minderwertiger Völker. Die Lebensgemeinschaft „Bien" Um Zuchtpopulationen über viele Jahre oder Jahrzehnte führen zu können muss man sich weitgehend freimachen von den Lehren der allgemeinen Tier -und Pflanzenzucht. „Aus züchterischer Sicht nimmt die Honigbiene auf Schritt und Tritt Sonderstellungen ein" (Br. Adam, Züchtung der Honigbiene, 1984). Zu begründen sind diese Sonderstellungen mit der Tatsache, dass weniger die Einflüsse komplizierter Einzelwesen den Bienenstaat ausmachen, als vielmehr die Vielfalt der Volksgemeinschaft. In der Tat kann man bei sozialen Insekten von einer „kollektiven Intelligenz" sprechen. Die Lebensgemeinschaft, welche diese Art kollektiver Intelligenz hervorbringt, stellt genetisch gesehen ein recht komplexes Gebilde dar. Die Grundkenntnisse der Vererbung, also die genetische Zusammensetzung der Einzelwesen im Bienenvolk (Arbeiterinnen / Königinnen, Drohnen) sind daher stets vor dem Hintergrund der Populationsgenetik eines Bienenvolkes zu sehen. Hierzu zählt die genetische Zusammenstellung des „Biens" als Ergebnis der Paarungsbiologie (Mehrfachpaarung mit unverwandten Drohnen) sowie dessen speziellen Verwandtschaftsverhältnisse bedingt durch die Jungfernzeugung der Drohnen (~20 Halbgeschwistergruppen, welche unter sich Superschwestern mit übermäßiger Verwandtschaft darstellen). Hinzu kommen die von Page und Robinson 1991 eindrucksvoll aufgezeichneten Einflüsse verschiedener genetischer Konstellationen auf die Arbeitsteilung im Volk im Zusammenwirken mit dem Kommunikationssystem zwischen diesen Gruppen von Arbeiterinnen. Hierauf wiederum gründet die extreme Inzuchtanfälligkeit der Honigbiene. Die Inzucht im Bienenvolk bezieht sich nicht allein auf den Schwund an Lebenskraft für Einzelwesen sondern beinhaltet ebenso den sich kollektiv negativ auswirkenden Schwund an Eigenschaftsvielfalt (kollektive Intelligenz) für das Volk. Der in nahezu sämtlicher Literatur im Zusammenhang mit Inzucht dargestellte und hochgespielte negative Effekt gleicher Sexallele (diploide Drohnen) spielt dagegen eine vergleichsweise untergeordnete Rolle. Am Beispiel dieser Sexallele lässt sich aber das Ergebnis eines aus populationsgenetischer Sicht unsachgemäßen Zuchtverfahrens recht gut visualisieren, in theoretischer und praktischer Ausführung. Die Nachzucht, das Fragment des Ganzen! Erst in dem Umfang wie man sich schrittweise Klarheit zu schaffen versucht über die Mechanismen und Einflüsse, welche in einem Bienenvolk wirken, die verschiedenen Generationen welche den „Bien" ausmachen sowie dessen Verwandtschaftsverhältnisse, wird man Züchtung und Selektion aus anderer Perspektive sehen und Verständnis für die Bedürfnisse der Bienen entwickeln können. Man wird verstehen lernen, das |

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