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Bienenvolk, den „Bien", in seiner ganzen Komplexität zu beurteilen. Die Auswertungen, die der Auswahl unserer Zuchtmütter vorangehen, beziehen sich immer auf das Zusammenspiel der Eigenschaften von 2 Generationen: · Der Königin als Stockmutter sowie die an deren Begattung beteiligt gewesenen Drohnen in Form von Sperma in der Samenblase (nach modernen Erkenntnissen ~20 Drohnen). · Den Töchtern dieser Paarungen, die Arbeitsbienen, ca. 20 Gruppen von Halbgeschwister welche das Bienenvolk mit seinem wesentlichen Eigenschaftspotential ausmachen. Ein Bienenvolk offenbart uns in seiner Gesamtheit ein Spiegelbild, das den Wechselwirkungen aus dieser Gesamtheit entspringt. Züchten wir nun von einem besonders guten Volk Königinnen nach, so müssen wir uns bewusst sein, dass: · jede Tochterkönigin ein minimales Fragment der Gesamtheit der Eigenschaften des Muttervolkes darstellt (mütterlicherseits eine von 2 16 = 65.536 Möglichkeiten bei der Eientstehung) und natürlicherweise nur einen individuellen Vater hat (1 Spermium von ~20 verschieden möglichen aus der Samenblase der Mutterkönigin). · dadurch das gesamte, mit der Auswahl des Zuchtvolkes visierte Eigenschaftspotential in dieser individuellen Königin niemals voll wiedergegeben werden kann, · nur über den Weg einer (Vielfach)- Paarung mit entsprechend vielseitigem selektiertem Drohnenmaterial die Ergänzung geschaffen werden kann/muss, sowie es die Natur in jedem Fall vorsieht. Sofern wir Leistungsbienen züchten, muss die Vielfalt erhalten bleiben. Die Vielfalt ist Teil der Vitalität des Volkes, welche wiederum die Voraussetzung von Leistung für unser „Halbwildtier" darstellt. Hierbei handelt es sich um ein grundsätzliches Problem der Bienenzüchtung. Die notwendige genetische Vielfalt, als arterhaltende Strategie, beinhaltet logischerweise die Akzeptanz einer gewissen Variation bei der Nachzucht. Und sie setzt eine pragmatische Definierung und Umsetzung jeglicher Zuchtziele geradezu voraus. Die verschiedenen Zuchtverfahren müssen diesem Hintergrund untergeordnet werden, der angestrebte Erfolg ist es allemal. Drohnenlinie aus Geschwistervölkern: Volk XY zeigt uns ganz besonders erwünschte Eigenschaften. Es läge nahe, diesen Eigenschaftskomplex über die Drohnen in andere Zuchtlinien anzupaaren. Wir beurteilen das Volk, d. h. das biologische Wechselspiel zwischen Königin und Arbeiterinnen, den weiblichen Wesen. Die männlichen Drohnen geben uns keinerlei Anhaltspunkte. Wir wissen nur, die Drohnen unseres besonderen Volkes entstehen aus unbefruchteten Eiern. Das bedeutet: Jeder Drohn stellt eine reduzierte Variante der Königin dar (16 Chromosome statt 32 bei der Königin). Die 16 Chromosomenpaare der Königin erlauben 2 16 = 65.536 Möglichkeiten. Ergänzt wird diese halbe Erbinformation um nichts, die Eizelle bleibt ja unbefruchtet. Der Drohn, die personifizierte Keimzelle, kopiert sich selbst rund 5.000.000 mal in seinen Spermien. Diese Spermien sind unter sich identisch. Die Vielfalt der Drohnen des Volkes XY stellt also wohl eine Genausstellung der Königinmutter unseres guten Volkes dar, die ~ 20 Gruppen von Spermien in ihrer Samenblase, welche das Volk, die Arbeitsbienen, zur Hälfte darstellen, werden jedoch unterschlagen. Um die gewünschten Erbanlagen, die wir den Arbeiterinnen des Volkes XY abschauen, in Form von Spermien zu bekommen, müssen wir einen Umweg in Kauf nehmen. Genetisch gesehen sind Bienen und Königinnen gleich, aus befruchteten Eiern lassen sich nahezu beliebig viele Königinnen ziehen. Also müssen wir das, was |

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