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Die Methode hat zwei Vorteile:

· weniger Inzuchtgefahr in den Folgegenerationen, daher bleibt eine fachgerechte Prüfbarkeit erhalten.

· besonders gute Einzelvölker bei Züchtern mit weniger Völkerzahlen lassen sich bestens in die Zucht einbinden.

Zudem bleibt die Teilnahme an Zuchtprogrammen für den Kleinimker interessant, weil auch seine Königinnen Einfluss haben, einmal durch die Bereitstellung einer Drohnenwabe, zum anderen, weil er in den Folgejahren tatsächlich Nachzuchten seiner eigenen besten Königin(nen) am eigenen Stand prüfen wird. Die Methode hat bei gewissenhafter Arbeit eigentlich nur einen theoretischen Nachteil: Bei Nachzuchten aus „mix" besamten Königinnen ist die individuelle Vatergeneration nicht präzise auszumachen, es wird eben ein Spermium des verwendeten Mix sein.

Beide Verfahren, die „Drohnenlinie aus Geschwistervölkern" und die „Zucht mütterlicher- wie väterlicherseits mit vielen besten Völkern" lassen sich bei Reinzucht auch wirksam abwechselnd und /oder entsprechend den jeweiligen Bedürfnissen und Gegebenheiten kombiniert einsetzen.

Zuchtziele

Die Zuchtziele der Natur können wir im einzelnen gewiss nicht erfassen, sie zielen allerdings uneingeschränkt auf die Erhaltung und die Verbreitung der Art hin. Armbruster unterschied 1919 zwischen wissenschaftlichen Zuchtzielen, sportlichen Zuchtzielen und wirtschaftlichen Zuchtzielen. Wissenschaftliche Zuchtziele dienen der Klärung und der Grundlagenforschung. Zu den sportlichen Zuchtzielen gehören die Zucht auf Farbe und anderen Körpermerkmalen, sie werden bei Kaninchen- Hunde- und Vogelzüchtern verfolgt. Wirtschaftliche Zuchtziele befassen sich nicht allein mit der blanken Leistung der Bienenvölker, wie oft fälschlich vermutet wird. Arbeitserleichterungen spielen für Berufsimker eine wichtige Rolle. Da die Leistung bei Bienen ein indirekte Komponente darstellt, steht sie in keinem Widerspruch zu den Zuchtzielen der Natur, im Gegenteil.

Dem Jahresablauf folgend, werden alle Ertragsvölker unserer Imkerei nach folgenden Kriterien bewertet:


1. Vitalität bei Bienen (Langlebigkeit, Krankheitsfestigkeit, Regenerationsvermögen),

2. Vitalität der Brut (Brutbild, Krankheitsresistenz),

3. Winterfestigkeit (Zehrung, Volksstärke, Reinigung der Beute),

4. Sanftmut und Wabenstetigkeit, (auch bei F1 Auskreuzung),

5. Schwarmträgheit (Brutrhythmus, Bautrieb, Honigstapelung, kein Schwarmdusel!)

6. Fruchtbarkeit (Brutumfang als Vorstufe zur Volksstärke und Leistung),

7. Ertrag im Frühjahr und Sommer (Spättracht bei Bedarf),

8. Anwendung von Wirrbau,

9. Anwendung von Propolis,

10. Varroatoleranz bzw. -resistenz (im Zusammenhang mit 1. und 6.).

Hin und wieder werden derart viele Zuchtziele als hoffnungsloses Unterfangen abgetan. Prof. Dr. Dr. Fr. Ruttner sprach in diesem Zusammenhang über „die Macht der Auslese...."  D.h. nicht der Nachbar ist Schuld an meinen schlechten Völkern, sondern ich selbst, immer ich selbst.


Schlussfolgerungen und Zusammenfassung 1)

Die Fehler der Vergangenheit lehren uns, dass fehlende Selektion zu schleichender Entartung führt:

· Überwinterungsverluste,

· Krankheitsanfälligkeit (Nosema, Viren, Brutkrankheiten u. A.),

· Leistungsschwäche.

· .......

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