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ApisJungels  ©



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Einsatz von gewissen genveränderten Pflanzen gewertet. Der Zünslerresistente „BT Mais" etwa hindert nicht nur die Larven des Maiszünslers an der Entwicklung sondern auch Nutzinsekten, die eine große Rolle bei der natürlichen Schädlingsbekämpfung spielen, zum Beispiel, Wespen, Ameisen oder Spinnen. Damit nicht genug: Derartiger Maispollen, von Insekten im Spätjahr als eiweißhaltige Brutnahrung eingesammelt, steht ebenso im Verdacht entwicklungshemmend zu wirken. Im Darm von Köcherfliegenlarven beispielsweise fanden Forscher BT Maispollen. Diese Larven wuchsen nur halb so schnell heran, wie Larven, die genetisch unveränderten Maispollen fraßen (Jennifer Tank, 2007). Auch Honigbienen sammeln im Spätsommer Maispollen für die Aufzucht der Herbst- und Winterbrut ein. Mittlerweile belegt sind auch die verheerenden Wirkungen von sogenannten Entwicklungshemmern aus dem Obstbau. Geschädigt wird auch hier nicht nur die Metamorphose der Schädlinge der Obstfrüchte sondern genauso auch die der Nutzinsekten.

Die Imkerei befindet sich interessanterweise in einer paradoxen Situation: Von Menschenhand geschaffene großflächige Pflanzenschläge in Wald und Flur bieten der Honigbiene nie da gewesene Tracht, trotz aller Risiken und selbst dann, wenn außerhalb der Trachtzeit aufgrund der Verarmung keine eigentliche Lebensgrundlage mehr vorhanden ist. In Kauf genommen werden muss, durch den Artenschwund bei Pflanzen, eine schwindende Vielfalt der Ernährungsgrundlage Nektar und Pollen. Bienen befliegen einen Radius von rund 5 km Luftlinie. Dem sesshaften Bienenvolk ist keine Möglichkeit gegeben, sich seinem Umfeld zu entziehen. Negativeinflüsse von Außen provozieren im Bienenvolk extreme Stresssituationen. In Stresssituationen aber werden Schwachstellen eines Systems bloßgelegt und sichtbar. Erwähnt werden müssen in diesem Zusammenhang daher


die imkerlich -betriebstechnischen Negativeinflüsse auf die Vitalität der Honigbiene

Direkte imkerliche Einflüsse in den Lebensablauf der Honigbiene begannen in der westlichen Welt Ende des 19. Jahrhunderts durch die Erfindung der Wabenrähmchen durch Lorenzo Langstroth (1810-1895). Das geheimnisumwitterte Innenleben des Bienenvolkes konnte nun erforscht werden. Die praktische Imkerei wurde bienenschonender, aber auch der Manipulation des Bienenvolkes war Tür und Tor geöffnet. Die Überwinterung der Bienenvölker mit Haushaltszucker im Austausch zum ungleich wertvolleren Honig (Freudenstein 1863 - 1935), heute Grundlage aller Imkerei in gemäßigten und nördlichen Zonen, muss als Beginn einer neuen Epoche im Verhältnis Honigbiene  zur Kulturlandschaft und Mensch gesehen werden (siehe weiter unten). Zweifelsfrei gehört heutige Bienenhaltung in unterschiedlichem Ausmaß in die  Kategorie Massentierhaltung, ist selbst bei nur 8 bis 10 Völkern pro Standort unnatürlich, dies obwohl unsere Kulturlandschaft örtlich und zeitspezifisch oft nach noch konzentrierterer Massenbestäubung verlangt. Die Betriebstechnik der heutigen Imkerei trägt diesem Umstand keine Rechnung. Anstelle von ganzjähriger Pflege eines stabilen Bestandes wird der Völkervermehrung im Jahresablauf zu viel Bedeutung beigemessen, mit dem Resultat großer Bienendichten im Spätjahr, also zu einem Zeitraum wo die natürlichen Nahrungsquellen für Bienen versiegen. Die oft geforderte höhere Honigbienendichte in westlichen Ländern entspricht generell nicht der realen Einschätzung der natürlichen Bestäubungsbedürfnisse noch der eines ganzjährigen Nahrungsangebotes.

Hinzu kommt die Belastung durch die Varroamilbe, sowie deren fachlich oft fragwürdigen Bekämpfungspraktiken. Der Befall dieser vor 25 Jahren massiv von der Schwesternbienenart Apis Cerana übergewechselten Bienen- und Brutmilbe verursacht und begünstigt im Mehrjahresrhythmus das epidemiehafte Auftreten gewisser viraler und bakterieller Sekundärinfektionen, dies besonders jeweils gegen En