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ApisJungels © |
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de der Saison, also zu einem Zeitpunkt hoher Bienendichte und geringem und oft einseitigem bis ungeeignetem Pollenangebot. Imkerei in unserer Kulturlandschaft wird zunehmend vergleichbar mit moderner Tierhaltung. Erfolgreiche moderne Tierhaltung setzt neben hohem Fachwissen entsprechende Hygienemaßnahmen voraus, in erster Linie um der unkontrollierten Ausbreitung von Parasiten und Krankheitskeimen Einhalt zu gebieten. Zum Glück ist der Imker bei letzterem nicht auf die permanente Anwendung harter Chemie angewiesen. Der Hygiene im Bienenvolk sowie Hygiene im Imkereibetrieb, allem voran der arbeitsaufwendigen Wachs-Wabenhygiene sowie der fachkundigen Beutenreinigung kommt in der heutigen Imkerei aber leider in der Regel sehr wenig Bedeutung bei. Die unbedachten Einflüsse der Domestizierung der Honigbiene Mag sein, dass heute einem Großteil der Bevölkerung in der westlichen Welt der ständige Kampf ums Überleben in der Natur fremd geworden ist und weitgehend verdrängt wird. Der ständige Kampf ums Überleben passt eben nicht in ein sanftes öko- Weltbild. Dennoch bildet er die Grundlage reinigender Selektion und einer weitgehend gesunden Artenvielfalt. Das Umfeld befindet sich inmitten einer ständigen unaufhaltbaren Evolution. Ich sehe es als eine Pflicht zukunftsträchtiger Imkerei an, sich der Herausforderung der Anpassung unserer Bienen an die sich ändernde Kulturlandschaft zu stellen. Grundlage von Vitalität, Lebenskraft und Entwicklungsrhythmus ist, neben der Ernährung, die Genetik. Die Genetik befasst sich mit dem Leben selbst. Sie ist somit ein Ansatzpunkt für den Hebel unseres Schaffens. Züchtung kann zu kreativer, schöpferischer, aber ebenso zu lebenserhaltender Tätigkeit werden. Fakt ist aber: Der Mensch begann vor rund 100 Jahren die unerbittliche Naturauslese bei der Honigbiene weitestgehend ersatzlos auszuschalten: Völker mit schlechter Leistung wurden und werden im Herbst begünstigt und stärker gefüttert, Völker mit zu geringer Vitalität im Frühjahr aufgepäppelt und verstärkt. Was gerade mal überlebt, lebt weiter und verbreitet so verweichlichte Genkomplexe in die Landpopulationen der Honigbiene. Diese fehlende Breitenselektion, speziell auf Krankheitsfestigkeit und Vitalität, zeigt in etlichen westlichen Ländern im Zeitverlauf von 100 Jahren ihre unmissverständlich negativen Folgen in Form von verweichlichten Bienenpopulationen, welche den Stressfaktoren, hervorgerufen durch Imker und Umfeld oft nicht gewachsen sind. Mir sind diese Folgen aus eigener Erfahrung zu Beginn meiner imkerlichen Tätigkeit Ende der 1960 er und der 1970 er Jahre in bester Erinnerung. Das verdrängte uneingestandene Desaster in Züchtungsfragen Erste Ansätze systematischer Zucht zu Beginn des vorigen Jahrhunderts im Nord- wie südalpinen Raum scheiterten am unerkannten Paarungsverhalten der Honigbiene. Entsprechend dem damaligen deutschen Zeitgeist stand ab den 1930 er Jahren die Rassentreue und die damit einhergehende Merkmalsbeurteilung des Exterieurs im Vordergrund aller Mühe. Der Wissenschaftlerstab wurde getreu nach NS Ideologie von seinen klügsten, bereits damals warnenden Köpfen gesäubert. Aber auch nach dem zweiten Weltkrieg ging die ideologisierte Sport/Rassenzucht (Zit. Armbruster), vorbei an den imkerlichen Bedürfnissen, im deutschen Sprachraum unvermindert weiter. Nun aber nicht mehr an der einheimischen sogenannten Nordbiene, sondern überwiegend an südalpinen Varianten aus Österreich und dem Balkan. Der wissenschaftlich geförderte und bis heute mit öffentlichen Mitteln finanzierte Reinzuchtfanatismus, in der Fachliteratur des vorigen Jahrhunderts gut belegt, gipfelte in einem Züchtungsdesaster sondergleichen: Den periodischen und teilweise dramati |