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Krankheitsresistente Brut und virenresistente Bienen

üben kaum Einfluss aus auf die Vermehrungsrate der Milben. Allerdings erkranken gewisse Völker bei höherem Varroadruck oft schleichend und unerkannt an Symptomen der gutartigen Faulbrut aber auch der Sackbrut, einer Viruserkrankung welche Brut und erwachsenen Bienen befällt. Alarmant wird der Ausbruch von Viruskrankheiten welche die verkrüppelten Bienenflügel als auffälligstes Symptom haben. Fällt diese Krankheitsphase in die Zeit wo die Völker die Winterbienen brüten, sind anfällige Völker rettungslos verloren. 


Das Frühjahrsbrutnest eines gesunden Volkes ist bekanntlich nahezu geschlossen. Erst im Laufe des Sommers entwickeln sich bedeutende Unterschiede. Brutlücken gegen Ende der Saison bedeuten nicht unbedingt kranke Brut. Sehr oft räumen hygienische Völker ab Mitte Juli viele mit Varroamilben befallene, an sich aber „gesunde" Brutzellen aus. Aber auch kranke Brut wird von hygienischen Völkern ausgeräumt. Gesunde verdeckelte Brut erkennt man an der klaren Prägung jeder einzelnen Zelle, selbst bei stärkeren Brutlücken. Die Vorstufen kranker Brutnester wirken hingegen in ihrem rein optischen Erscheinungsbild oft schwammig.

Beim Einlegen der Bienenfluchten Ende Juli ergibt sich eine besonders gute Gelegenheit zur Beurteilung der Brutnester. Erst nach dem Entfernen der Bienen auf einer kurz vor dem Schlupf stehenden Brutwabe werden alle Details sichtbar. An frisch schlüpfenden Bienen und an der Volksmasse kann man den Gesundheitszustand des Volkes recht zuverlässig ablesen. Um Völkerverlusten vorzubeugen lohnt sich genau diese Kontrolle wie keine andere Maßnahme. Völker welche um diese Zeit Anzeichen von Brutanomalien und Krankheiten der erwachsenen Bienen zeigen müssen sofort umgeweiselt werden.



Langsame Vermehrung der Milben in Völkern mit viel Brutleistung

Die Bewertung der Brutleistung, als Vorstufe zu Volksstärke, ist aus vielerlei Hinsicht interessant. Fruchtbare Völker sind mit Sicherheit leistungsfähiger, sofern der Imker mit solchen Völkern umzugehen weiß. Sie verbrauchen wohl mehr Eigenfutter, sind dafür allerdings stressunempfindlicher. Die Varroamilbe vermehrt sich in fruchtbaren Völkern tendenziell stärker als in Hünglertypen, aber eben nur tendenziell und nicht generell. Die langsame Vermehrung der Milben bei hoher Brutleistung ist ein untrügliches Zeichen für eine gebremste Fertilität der Varroamilben. Die Gründe hierfür können unterschiedlicher Natur sein. Die Auslese auf wenig Milben bei guter Brutleistung bleibt bis auf weiteres neben allen Gesundheits- und Vitalitätsaspekten das wichtigste Auslesekriterium bei Varroatoleranz, selbst dann, wenn die Mechanismen welche hierzu führen nur teilweise bekannt sind.

Während der Schwarmkontrollen ergeben sich Gelegenheiten zu Notizen über den Brutumfang der Völker, später im Jahr wird ggf. korrigiert. Nach dem Abschleudern erfolgt Anfang August die Varroabehandlung. Acht Tage später wird bei allen Völkern die bei Behandlungsbeginn gesäuberte Bodeneinlage der Gitterböden ausgewertet. Hierbei müssen in der Regel nicht Milben gezählt werden. Für die Praxis genügt die Einteilung der Völker in wenig, viel und mittel. Interessant für die Weiterzucht sind Völker, welche bei hoher Brutleistung einen mittleren oder niedrigen Milbenabfall zeigen.


Hygiene +,

Die Anfälligkeit der Völker für Brutkrankheiten verschiedener Art ist gewiss genetisch bedingt. Ebenso