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ApisJungels © |
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Möglichkeiten, Grenzen und Hintergründe, das Regenerationsvermögen von Bienenvölkern nach schwieriger Zeit, die Vielfalt im Bienenvolk Bei der Einzelbiene wie bei Gruppen von Superschwestern geht eine Eigenschaft i.d.R. auf eine Gruppe von Genen zurück. Die additive Wirkung welche mehrere Gene entwickeln und deren Wechselwirkung sind bekannt, genau wie das Kommunikationssystem im Volk, was sich nicht auf die Sammeltätigkeit beschränkt. Gengruppen, welche in ihrer Gesamtheit eine Eigenschaft hervorbringen, existieren innerhalb einer Art gewiss nicht nur in einer einzigen Form. Vielmehr muss man davon ausgehen, dass man auch andere Formen findet welche ähnliches Verhalten bewirken. Ohne sich jetzt zusätzlich in Dominanz oder Rezessivität zu verlieren, kann ein Bienenvolk, bedingt durch die Vielfachpaarung, in sich eine enorme Variation an Möglichkeiten summieren. Wir müssen verstehen lernen, dass ein solches Bienenvolk aus seiner inneren Vielfalt heraus für fast alle Bedürfnisse Reaktionen auslösen kann. Diese Reaktionen können, genetisch gesehen, initial auf die eine oder die andere Gruppe von Bienen zurückgehen. Zweckdienlich muss die Reaktion auf ein Bedürfnis so erfolgen, dass dabei andere Bedürfnisse nicht untergehen und gewisserweise „vergessen" werden. Für ein Bienenvolk sind nicht Überreaktionen sondern vielmehr die Vielfalt an Reaktionsvermögen überlebenswichtig Einige Beispiele die der praktische Imker nachvollziehen kann: Scheinbar alle Priorität liegt im zeitigen Frühjahr bei einem enormen Drang Brut zu pflegen und entsprechend Pollen zu sammeln. Später wendet sich die Priorität zum Nektarsammeln, obwohl eigentlich in der Natur noch mehr Pollen vorhanden ist. Aber Honigvorräte müssen eben nun angelegt werden, da die Nektarquellen sprudeln, und nicht irgendwann. Gegen Ende der Saison steigt die Wichtigkeit der Erbrütung von Winterbienen und die Verteidigung des Fluglochs gegenüber Räubern. Ein Bienenstamm der bei einer späten Melezitosetracht im September nicht die Flexibilität und die Fruchtbarkeit besitzt, dann eben im Oktober nochmals neue Winterbienen zu brüten, wird diese späte Tracht nicht überleben. Ähnlich bei Varroa oder Hygiene. Ein Bienenvolk zu züchten welches nur mit den Milben zurecht kommt (oder HYG, HYG+ etc.) ist ein Schritt. Davon eine stabile Linie oder Familie zu züchten ist schon schwieriger, man benötigt wegen der Inzucht mehrere Varianten ähnlicher Anlagen. Eine Population zu erschaffen welche überwintert, Honig erzeugt, krankheits- und varroaresistent ist , ja Bienen zu züchten welche im gesamten Jahresablauf nichts „vergessen" und auch sonst den Imker begeistern ist das Ziel. Jeder Schritt der diesem Ziel näher kommt ist ein Erfolg. Ich bleibe dabei: da die unerbittliche Naturauslese für Honigbienen in menschlicher Obhut ad acta gelegt wurde, besteht geradezu die Notwendigkeit, dass die breite Imkerschaft gezielte Vermehrung nach Auslese auf Krankheitsresistenz und Vitalität in die gängige Imkerpraxis integriert. Die breite Imkerschaft besitzt diesbezüglich ungeahnte Möglichkeiten sofern sie sich nicht durch Nebenschauplätze ablenken lässt. Paul Jungels Ewicht Gaass 1a L-9361 Brandenbourg apisjungels@vo.lu Anlage Bildbeschriftungen umseitig |