befindlichen Benediktinerabtei war der junge Mönch einfach zu schwach. Deshalb wurde er 1915 in die Klosterimkerei eingewiesen, deren Leitung er im Herbst 1919 übernahm.

Br. Adam stand hier vor einer Fülle von Problemen. Die "Isle of White Krankheit", später als Tracheenmilbe erkannt, hatte ab 1916  über 90% der Bienenvölker in England ausgerottet. Auch die Klosterimkerei  war betroffen.  Man sah sich zu Importen gezwungen, hauptsächlich aus Frankreich, aber auch aus Norditalien. Die einheimische, dunkle Biene, die nördliche Variante von "apis mellifera-mellifera" erwies sich als extrem anfällig gegenüber der Tracheenmilbe.

Br. Adam: "Diese Rasse gehört der Vergangenheit an, sie existiert nicht mehr. Sie fiel der Milbenepidemie gänzlich zum Opfer. Unsere Erprobungen und Versuche belegten einwandfrei, daß die heute in England vorhandenen Reste der dunklen Biene keineswegs, wie hin und wieder angenommen wird, der altenglischen Biene entstammen, sondern  aus Importen der französischen Varietät "

Br. Adam machte eine eigenartige Erfahrung:  Kreuzungen zwischen der Italienerbiene und den Drohnen der dunklen, einheimischen Biene - und bei entsprechender Auslese auch deren Nachkommen- erwiesen sich als milbenresistent. Etwa zur gleichen Zeit erschien in Deutschland die "Bienenzüchtungskunde" von Prof. L. ARMBRUSTER, ein Buch das sich hauptsächlich mit den züchterischen Möglichkeiten bei der Honigbiene auf den Grundlagen der Mendellehre befaßte.

"Dieses Buch sowie die eigenen Erfahrungen in der Resistenzzucht gegenüber der Tracheenmilbe eröffneten in mir die Welt von Möglichkeiten der Züchtung und bildeten gemeinsam den Stein des Anstoßes für mein eigenes Bemühen in der Züchtung der Honigbiene..."


Aufbau der Buckfastimkerei

Auf dem Klosterbienenstand sah es also nicht rosig aus. Nicht nur die Tracheenmilbe, sondern auch die Beuten - und Rähmchenvielfalt erschwerten die Arbeit. 1915 wurde mit der Erneuerung und Vereinheitlichung, der Umstellung auf das englische Vereinsmass begonnen. "Bienenkästen entsprechend den damaligen Erkenntnissen von modernster Art".

Ein besonderes Erlebnis beeinflußte nicht nur die weitere Entwicklung der Klosterimkerei, sondern prägte noch vielmehr die weitere imkerliche Entwicklung des jungen Mönchen Br. Adam:

"Mir war bald klar, daß man mit der weit fruchtbareren Italienerbiene nicht imkern konnte wie mit der einstigen englischen dunklen Biene. Unter den argwöhnischen Blicken meiner Mitarbeiter liess ich im Herbst 1920 einem besonders guten Volk  2 Bruträume mit



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