insgesamt über 20 kg Honig als Winterfutter. Im kommenden Frühjahr erwies sich dieses Volk bei weitem als das stärkste. Ohne irgend ein Zutun war es bei Beginn der Obstblüte aufsatzreif, es verursachte den ganzen Sommer über keinerlei Arbeit, außer dem Zufügen jeweils eines weiteren Aufsatzes, deren es insgesamt 6 benötigte. Am Ende des Bienenjahres überragte dieses Versuchsvolk mit all seinen Aufsätzen den Bienengarten wie ein Leuchtturm".

Bis 1923 wurde daraufhin in Buckfast entsprechend den neuen Erkenntnissen mit 2 Bruträumen je Volk (engl. Vereinsmass, ähnlich dem DN.) und mit einer größeren Menge Winterfutter, hauptsächlich Heidehonig, geimkert. Es waren vor allem betriebstechnische Überlegungen die Br. Adam dazu motivierten ein neues, größeres Rähmchenmass versuchsweise mit einzubeziehen:

"Ich wollte unbedingt ein Rähmchenmass und einen Brutraum der den Bedürfnissen auch der fruchtbarsten Königin genügen würde. Da ich in der Tat keinen Vorteil sah in der Verwendung des englischen Vereinsmasses mit 2 Bruträumen pro Volk und der gleichen Betriebsweise im Langstrothmaß, entschloß ich mich für einen Dadantkasten mit 12 Brutwaben, ausschließlich aus betriebstechnischen Erwägungen. Dies obwohl ich damals von allen Seiten gewarnt wurde, mit einem Brutkasten dieses Ausmaßes auf der Heide keine Ernten zu erzielen, da die Bienen entweder alles verbrüten würden oder aber den eingetragenen Honig aufgrund der späten Jahreszeit ausschließlich im Brutraum ablagern würden. Da diese Warnungen von erfahrenen Heideimkern kamen konnte ich sie nicht als unberechtigt abweisen. Die Praktische Erfahrung erbrachte jedoch alsbald den Beweis, daß diese Fachleute sich irrten".

Zwischen 1925 und 1930 erprobte Br. Adam seine neuen Beuten auf 3 Außenständen, wo je die Hälfte der 40 Völker  in Dadantbeuten bewirtschaftet wurden, die restlichen 20 Völker im englischen Vereinsmass. Die Ergebnisse waren derart überzeugend, daß 1930 die gesamte Imkerei, inzwischen auf 320 Ertragsvölker angewachsen, umgestellt wurde. Dieselben Beuten sind auch heute noch (nach 66 Jahren!) in Betrieb.


Die Betriebsgebäude

Für die Verrichtung der täglichen Arbeiten steht in Buckfast ein einfacher Holzbau zur Verfügung. Hier lagern ebenfalls die Aufsätze sowie sonstige Betriebsmittel.

Die Betriebsräume für die Honiggewinnung, Honigverarbeitung, Wachsgewinnung strahlen eine besondere Würde aus. Alles in peinlichster Ordnung und Sauberkeit. Im Erdgeschoß befindet sich neben dem Schleudersaal ein spezieller, gekachelter Raum für die Wachsverarbeitung und für die Reinigung von Beuten und Geräten. Ein mit Heizöl gefeuerter Kochkessel dient als Energiequelle für sämtliche Wachsarbeiten sowie für die



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