verstellten Brutraum. Aktive Ammen sind dadurch reichlich da, sie vermehren sich täglich (schlüpfende Brut). Auch die Flugbienen bleiben der alten Flugstelle treu.

Diesem Riesenpflegevolk fehlt nur die Königin. Alles stürzt sich auf die nach 2 Stunden zugegebenen Weiselnäpfchen. Die Annahme beträgt im Schnitt über 90% . Bei Trachtlosigkeit wird täglich mit 1 l Honiglösung gefüttert, 2 Teile Honig, 1 Teil Wasser. Der Vorteil dieser Aufzuchtmethode liegt darin, daß man unabhängig von Witterung und anderer äußerer Umstände zu ganz präzisen Terminen Königinnen höchster Qualität ziehen kann.

Aber nicht nur die Pflegevölker erfuhren unter Br. Adam eine entspreche Vorbereitung, auch die umgelarvten Maden waren von ausgezeichneter Qualität. Genetisch gesehen, aber genauso aus körperlicher Sicht:

"Zuchtköniginnen werden von uns immer in Kleinvölkern auf etwa 4 Dadantwaben gehalten. Zwei Gründe sprechen für diese Maßnahme:  die Vermeidung einer vorzeitigen Erschöpfung dieser wertvollen Zuchttiere sowie die Erhaltung von Zuchtstoff mit höchster Lebenskraft. Wie die Erfahrung zeigte, ist dies nur möglich durch eine Beschränkung ihrer Legetätigkeit. Der Zuchtstoff einer Königin, die sich in einem großen Volk befindet und dort mehrere  tausend  Eier täglich produziert, hat anscheinend nicht die Vitalität wie solcher von Königinnen, deren Legetätigkeit auf ein paar hundert pro Tag beschränkt wird, was eigentlich sehr einleuchtend ist, aber selbst heute noch kaum beachtet wird. Das gleiche gilt auch für eine Zuchtmutter, deren Volk Vorbereitungen zur stillen Umweiselung trifft, was eindeutig auf ein Nachlassen der Lebenskraft hinweist und sehr nachteilige Folgen auf weitere Nachzuchten hat".

Mit Ausnahme von etlichen Spezialzuchten, wo die Jungköniginnen zuerst einer visuellen Prüfung unterzogen wurden, schlüpften die Jungköniginnen bei Br. Adam stets in ihren Begattungseinheiten auf der Belegstelle. Also weder in Käfigen noch im Brutschrank, sondern unter natürlichen Verhältnissen bei Bienen und Brut!


Die Belegstelle

Die ersten Zuchterfahrungen, - und auch die ersten Zuchtfortschritte im Hinblick auf die Milbenresistenz - wurden in Buckfast Abbey mit Standbegattungen realisiert. Ab 1925 begann dann die Einrichtung der legendären Belegstelle Sherberton. Nicht zuletzt um der Zuchtarbeit die nötige Permanenz zu verleihen. Diese eigenartige Belegstelle im "Dartmoor National Park" entwickelte sich zum Herzstück der späteren Buckfastzucht: "Unsere Belegstation liegt mitten in der Dartheide, 17 km von der Abtei entfernt und in 400m Höhe in einem geschützten Tal. Sie ist vortrefflich isoliert; es gibt keine Bienenstände innerhalb einer Entfernung von über 10 Km. Überdies hat die Dartheide für



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