Bienenvolk zugeschoben. Allerdings gehören gerade die erwähnten ,extrem anfälligen amerikanischen Hochzuchten zu den fruchtbarsten und kurzlebigsten Bienenstämmen.

Unerwartet erregten viel später die Thesen Br. Adam´s betreffend der Milbenresistenzzucht Aufmerksamkeit, und zwar erneut im Zusammenhang mit den amerikanischen Zuchtstämmen der Italienerbiene:

Seit etwa Mitte der 80er Jahre verursacht die Tracheenmilbe in den USA (der amerikanische Kontinent blieb bis dahin von der Tracheenmilbe verschont)  alljährlich z.T. katastrophale Verluste von Bienenvölkern. Vielfach versuchen die Imker mit allen möglichen chemischen Behandlungsmitteln gegen das seuchenhafte Auftreten der Tracheenmilbe vorzugehen. Charls P. Milne und Jan Dormaier (Washington State University, USA), Frank A. Eischen (von der Texas A&M University, USA)sowie Gard W. Otis (University of Guelph, KANADA) starteten 1991 einen Versuch, in dem Königinnen aus zwei potentiellen milbenresistenten Honigbienenstämmen, aus Texas(Buckfast) sowie aus Kalifornien(---) miteinander verglichen wurden. Die für die amerikanischen Wissenschaftler überraschenden Versuchsergebnisse bestätigten die Befunde Br. Adam's aus den 40er Jahren vollauf. Mehr noch: Obwohl der Buckfast-Stamm bereits 1968 importiert wurde und seither bis 1986 in Abwesenheit von Tracheenmilben gehalten und vermehrt wurde, behielt er seine volle Resistenz gegenüber der Innenmilbe. Im hohen Alter von 92 Jahren bereiste Br. Adam, auf diverse Einladungen verschiedenster Institutionen hin, im Winter 1990-91 die USA um seine Erfahrungen betreffend seiner Resistenzzüchtung gegenüber der Tracheenmilbe zu vermitteln.   


Die weitere Buckfastzucht

Br. Adam machte Ende der 20er Jahre Bekanntschaft mit einem französischen Berufskollegen, der die "Kunst" der Königinnenzucht damals noch nicht beherrschte. Dieser überließ Br. Adam seine besten Ertragsvölker damit er ihm Königinnen nachziehe. Br. Adam merkte sehr bald, daß diese Bienen neben unangenehmen Eigenschaften aber auch Qualitäten zeigten, die er in dieser Form in seinem damaligen Buckfast-Stamm stark vermißte. Bestärkt durch die Ergebnisse in der Tracheenmilben-Resistenszucht wurden 1930 auf der neu eingerichteten Belegstelle Probekreuzungen erstellt. Nach intensivster Auslese und den entsprechenden Verpaarungen (Inzucht) über eine Serie von Generationen konnten nach über 10 Jahren Zuchtarbeit diese neuen, besseren (weil vitaleren und flugkräftigeren) Linien in den Buckfast-Stamm eingefügt werden. Die Möglichkeiten der Kombinationszucht bei der Honigbiene, von Prof. Armbruster in der Theorie im Jahre 1919 aufgezeichnet, erlebten bei Br ADAM  in



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