nutzte ebenfalls in Deutschland die Gelegenheit, den rund 20 Jahre zuvor "entmachteten" in Lindau lebenden Prof. Dr.ARMBRUSTER persönlich kennenzulernen.


1952: Algerien, Israel, Jordanien, Syrien, Libanon, Zypern, Griechenland, Kreta, Slawien, und die ligurgischen Alpen

Br. Adam trat diese umfangreiche Forschungsreise, die ihn vorerst in die Wiege der alteuropäischen Biene - nach Nordafrika- führte, bereits im Februar 1952 an. Anschließend bereiste er Israel, Jordanien, Syrien, und den Libanon wo die Syrische Biene damals überall vorherrschte. Heute ist diese Rasse, die sehr aggressiv ist und in modernen Beuten schlecht zu führen ist vielfach durch andere Bienenrassen ersetzt worden.

Am 17. Mai traf er auf Zypern an. Die Zyprische Biene schätzte Br. Adam ganz besonders wegen ihrer einmaligen Fähigkeit zum Überwintern, auch in nördlichen Ländern. Von dort aus ging nach 2 Wochen Forschungsarbeit die Schiffsreise weiter in Richtung Südgriechenland. Die griechische Biene, eine entferntere Verwandte der Carnica, spielte eine entscheidende Rolle in der späteren Entwicklung des Buckfast-Stammes.

Überraschenderweise entdeckte Br. Adam auf Kreta eine eigene, abgegrenzte Rasse, von der zuvor nirgends die Rede war. "Jedermann hätte erwartet, daß die vier Bienenproben, die Br. Adam 1952 von einer Reise nach Kreta mitbrachte, zur Südgriechischen Biene gehören würde. Aber weit gefehlt...."(Prof. Ruttner, Naturgeschichte der Honigbiene). Prof. Ruttner, dem Br. Adam Bienenproben zwecks biometrischer Untersuchungen zusandte, nannte sie daraufhin Apis mellifera Adami.

Die Reise ging weiter durch das einstige Jugoslawien, zuerst nach Montenegro und Bosnien. Die Hoffnung, hier eine fruchtbarere Carnica zu finden wurde nicht vollends erfüllt. Im Zentrum der Krain, in Slowenien, besuchte Br. Adam etliche größere Königinnenzüchter, deren Exporte die "Krainer- Biene" damals weltbekannt machten. In ihrer Heimat zeigte die Carnica-Biene nicht immer die ihr zugeschriebene äußere Einheitlichkeit, auf die jedoch vielerorts, vor allem in Deutschland, allergrößtes Gewicht gelegt wurde.
"Das wäre ein böser Irrweg. Bienen werden nicht gehalten wegen ihrer Farbe, sondern wegen ihrer Leistung"
Von der Krain aus begab sich
Br. Adam zunächst in das benachbarte Kärnten und in die Steiermark, um dann nochmals die ligurgischen Alpen anzusteuern, wo er aufgrund der fortgeschrittenen Jahreszeit 1950 nicht sämtliche vorgesehenen Arbeiten erledigen konnte.



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