|
Grundsätzlich verfügen wir über 2 verschiedene Möglichkeiten der Problembewältigung in der Imkerei: * Einmal die betriebstechnischen Maßnahmen, mittels derer die heutige »moderne« Imkerei sich in der Lage sieht Bienenvölker nahezu nach Rezept zu führen und einzusetzen (z.B. gezielter Aufbau von Bienenvölkern für spezielle Trachten, für Bestäubung von Kulturpflanzen im Freien und in Gewächshäusern, betriebstechnische Schwarmverhinderung usw.). * Zum anderen, parallel dazu, die Möglichkeit und Notwendigkeit der genetischen Anpassung an veränderte Umweltbedingungen und generell an neue Bedürfnisse, also Problemlösung auf züchterischem Weg. Im Gegensatz zur ersten Möglichkeit, den betriebstechnischen Maßnahmen, schafft die genetische Anpassung weitgehend bleibende und universell einsetzbare Werte. Diese lassen außerdem jede weitere betriebstechnische Maßnahme ihrerseits zusätzlich vereinfachen und berechenbarer werden. (zB. die unterschiedlichen Reaktionen von genetisch verschiedenartig veranlagten Bienenvölkern auf die vorhin erwähnten Schwarmverhinderungsmassnahmen sind jedem erfahrenem Imker bekannt). Wenn wir uns also die Frage stellen, warum wir überhaupt Zuchtauslese betreiben, so erscheint mir reichlich simpel wenn von möglichen Ertragssteigerungen (also in entfernterem Sinne ausschließlich Gewinn und Bereicherung) als Hauptmotivation die Rede ist. Vielmehr können wir davon ausgehen, daß die Neigung von uns Menschen (wir - als Teil der Natur), die Mitgeschöpfe der Natur in unserem Sinne bleibend- positiv zu beeinflussen und zu verändern einem Elementartrieb entspringt, dem auch z.B. die Entstehung der Haustiere über Jahrtausende zugrunde liegt. Wir sollten unser kleines schöpferisches Talent daher keineswegs als eine Erfindung der Neuzeit werten. Der ständige Konflikt, --die Optimierung Erstaunlicherweise kann man hin und wieder -hauptsächlich von Außenstehenden- von der perfektern Harmonie hören in der von Menschenhand unbeeinflußten Natur, von Harmonie und Eintracht zwischen Pflanze, Tier und ihrem Umfeld. In dieses Gefüge müsse sich die Arbeitsweise eines Landwirtes, eines Imkers oder eines Försters (um nur |
|
|
|
|
|
Seite 1 / 4 |
|
Warum wollen (müssen?) wir die Biene verändern? |
|
|
|
|

|
ApisJungels © |