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wissen, daß eine allzu große Verteidigungsbereitschaft des Bienenvolkes in unseren Breiten keinen Sinn (mehr) ergibt, haben wir gute Gründe uns ihrer zu entledigen. Und zwar bleibend, folglich auf genetischem Weg. Nämlich durch entsprechende Verpaarung und Selektion . Bei Erfolg haben wir einen Konflikt entschärft, zumindest aus unserer Sichtweise. Mittels Zuchtauslese verfügen wir folglich nicht nur über die Möglichkeit zur Ertragssteigerung. Betriebsoptimierung durch Vereinfachung unserer Arbeit sind in unserer Berufsimkerei ebenbürtige Zuchtziele. Und diese Optimierungen sollten wir versuchen nicht einseitig aus unserem, sondern aus diversen Blickwinkeln zu betrachten. Die Verpflichtung aus ökologischer Sicht: Der immer wieder von etlichen Ökologisten hervorgebrachte und äußerst propagandistisch wirkende Verweis auf die "Pflicht der Erhaltung", also der Konservierung, ist meines Erachtens in dieser einfachen Form nicht berechtigt. Die Natur befindet sich inmitten einer ständigen unaufhaltbaren Evolution, von der wir nur ein Teil sind, an der wir teilhaben, ja eine Evolution die wir maßgeblich mit gestalten können und müssen. Sehen Sie zum Fenster hinaus, die Pflanzenwelt. Können Sie eine eine einzige Pflanze aus Ihrem Umfeld nennen, die von Menschenhand unbeeinflusst wäre? Ich sehe es als eine Pflicht der heutigen Imkerei an, sich dieser Verantwortung, dieser Aufgabe der Anpassung unserer Bienen zu stellen. Die Genetik befaßt sich mit dem Leben selbst. Sie ist somit der Ansatzpunkt für den Hebel unseres Schaffens. Züchtung ist also vornehmlich eine kreative, eine schöpferische Tätigkeit. Sie verlangt sowohl nach entsprechenden Freiheiten, wie auch nach dem nötigen Verantwortungsbewußtsein. Beginnend mit der Erfindung des mobilen Rähmchens vor über 100 Jahren durch Pfarrer Langstroth, aber noch maßgeblicher und stärker durch die allgemeine Einführung der Zuckerfütterung durch Freudenstein nach der Jahrhundertwende begann der Mensch auf die unerbittliche Naturaulese bei der Honigbiene einzuwirken. Größtenteils bestanden (und bestehen auch heute noch) die Einwirkungen in der Ausschaltung dieser unbarmherzigen Naturauslese. Z.B wird ein Volk ohne Leistung einfach im Herbst stärker gefüttert, ein Volk mit zu geringer Vitalität im Frühjahr aufgepäppelt oder verstärkt. Dessen Drohnen fliegen erneut zur Paarungszeit aus und es ist eine Illusion zu glauben sie wären nicht an Begattungen beteiligt. Diese Einwirkungen blieben im Zeitverlauf von |
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