*  genetischer Veranlagung einzelner Gruppen von Bienen

* dem einzigartigen Kommunikationssystems des Bienenvolkes (nicht bloß im Hinblick
     einer möglichen Trachtaufspürung!)

*  sowie der Lernfähigkeit einzelner Gruppen von Bienen

die Arbeitsteilung im Bienenvolk steuern. Und zwar in gewisser Weise gemäß den jeweiligen Bedürfnissen des Volkes, der Gemeinschaft also. Jeder Verlust von Erbanlagen durch einseitige Zuchtbestrebungen kann für die Volksgemeinschaft ebenfalls das Fehlen bestimmter Bienengruppen, welche für die entsprechenden Aufgaben verantwortlich (oder impulsgebend) sind, bedeuten. Deshalb können sich auch ohne die klassischen Inzuchtanzeichen, den Brutlücken, Inzuchtdepressionen für Bienenvölker katastrophal auswirken. Diese Überlegung zeigt, daß unser ganzes Bestreben um die Erhaltung unserer Zuchtstämme darin bestehen muß

* einerseits die für die Lebensgemeinschaft lebenswichtige natürliche Vielfalt an Eigenschaften zu erhalten

* andererseits durch angemessene Reinzucht der von uns erwünschten Eigenschaften unserer Zuchtarbeit den nötigen Dauerzustand zu verleihen.


Die verschiedenen Gesichter der Inzuchtdepression sowie deren Folgen.

A) Brutlücken

In fast sämtlicher Imkerliteratur werden im Zusammenhang mit Inzuchterscheinungen die Brutlücken infolge gleicher Sex Allele erwähnt.

Bekanntlich erfolgt die Geschlechtsbestimmung bei unseren Bienen (gleich bei allen Hautflüglern) nicht, wie in der übrigen Tierwelt durch 2 bestimmte Chromosome, sondern bei der Honigbiene sind einzelne Gene (Allele) geschlechtsbestimmend. Etwa 10-12 verschiedene sind wahrscheinlich. Ebenfalls umgekehrt ergeben gleiche Gene männliche Tiere (notwendigerweise, wegen der Jungfernzeugung der Drohnen) ungleiche dagegen weibliche Tiere, also Königinnen resp. Arbeiterinnen.

Durch gleiche Sex Allele in befruchteten Eiern wachsen zunächst Drohnenlarven mit diploidem,

also doppeltem Chromosomensatz die alsbald von den Arbeiterinnen als "unnatürlich" erkannt und entfernt werden.

Bei extremster Inzucht kann ein Brutausfall dieser Art rein rechnerisch bis zu 50 % betragen.


B)Gen- und Eigenschaftsverlust.



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