(besaß folglich nicht die volle Fähigkeit zur Selbstheilung).

Eine aktive Abwehr gegenüber der Varroamilbe nach ähnlichem Muster sei hier einmal zur Diskussion gestellt!

Ein zweites Beispiel befaßt sich mit dem entgegengesetzten Fall, nämlich dem Neuerwerb einer      zuvor fast weggezüchteten (weil unerwünschten) Eigenschaft durch Zuflug einzelner Bienen:

- Im Sommer 1988 weiselte ich eine Serie von Anatolier F 1 Königinnen in verschiedene Ertragsvölker auf verschiedenen Ständen ein. Diese Kreuzung sammelte Propolis in einem Ausmaß, daß das Kittharz bei heisser Witterung vorne aus dem Flugloch heraustropfte. Gleichzeitig und urplötzlich zeigten die jeweiligen Buckfast-Nachbarvölker ebenfalls einen stärkeren Propolis-Sammeltrieb, dies, obwohl sie einer relativ "sauberen" Linie angehörten. Diese Erfahrung wurde später immer wieder bestätigt.

Die Erklärung liegt auf der Hand: Durch Verflug einzelner Anatolier-Bienen vermochten diese in den Buckfastvölkern die Reaktion auszulösen. Ein offensichtliches Zeichen von Kommunikation und Lernfähigkeit der "Lebensgemeinschaft Bienenvolk". Wir wissen heute zu wenig über dieses Thema.

C) Inzuchtauswirkungen auf die einzelnen Glieder des Bienenvolkes.

Durch enge Verwandschaftspaarungen lassen sich natürlich auch die paarweise vorhandenen Chromosome vereinheitlichen. Wir finden dann, je nach Inzuchtgrad in einem Lebewesen nicht nur gleiche (oder ähnliche) Erbanlagen, sondern ganze Pakete (Chromosomenpaare)derselben Herkunft. Dies ist unter Umständen auch eines der Ziele der Reinzucht resp. der Inzucht, denn es verspricht Reinerbigkeit der jeweiligen Eigenschaften. Je höher also der Prozentsatz identischer individueller Chromosomenpaare im Erbgut, desto höher der Inzuchtgrad. Das Gegenteil der Heterosis tritt ein, nämlich für das betreffende Lebewesen einen Schwund an Lebenskraft in jeder Hinsicht. z.B. Leistungsschwäche, kurze Lebenserwartung aber auch Krankheitsanfälligkeit. Derartige Königinnen produzieren weniger, und weniger vitale, Eier, weniger Pheromone. Die Arbeitsbienen weniger Futtersaft usw. Ursache hierfür ist in der Hauptsache ein stark verminderter resp. gestörter Stoffwechsel der betreffenden Lebewesen, dies von Anfang (Ei) an. Für die Gesamheit des Bienenvolkes wirkt sich dies fatal aus, da sich die Negativeffekte summieren.

Hier muß ein anderer Aspekt ebenfalls erwähnt werden, nämlich der Unterschied für das Bienenvolk zwischen Inzucht der Königin und der Arbeiterinnen (verschiedene Generationen) mit dem sich Dr. Bienefeld in jüngster Vergangenheit ausgiebig aus theoretischer Sicht beschäftigte. Er findet Ausdruck in einer gestörten Harmonie.

Auch die Tatsache, daß ein Lebewesen das mit einer Paarungsbiologie wie die der



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