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Gefahren) den Eigenschaftskomplex, also die Gesamtheit der Gene einer Zuchtpopulation zu bereichern, und zwar um neue, erwünschte, wertvolle Eigenschaften. Das primäre Ziel der in der Buckfast - Zuchtweise durchgeführten Kreuzungsversuche ist hierin begründet. Sämtliche Züchtungsfortschritte in der vom Menschen beeinflußten Landwirtschaft wurden auf diese Weise erzielt. Aber auch in der Natur kommt es entgegen vieler Darstellungen in zahlreichen Fällen zu echten Rassekreuzungen, und in der Folge zur Neukombination der Eigenschaften. Dies z.B. wenn gelegentlich aufgrund besonders günstiger klimatischer Bedingungen Schwärme große Distanzen zurücklegen, oder besonders vitale Geschlechtstiere natürliche Abgrenzungen zu überwinden vermögen. Man stelle sich dazu einmal eines der riesigen Verbreitungsgebiete der Honigbiene mit verschiedenen Rassen vor, etwa zwischen der Südspitze Italiens über den Balkan bis zur Südspitze Griechenlands! Nicht überall befinden sich die oft zitierten natürlichen Barrieren.
Der enorme Drang der Honigbiene zur Fremdpaarung ist allen züchtenden Imkern sehr gut bekannt, ja verhaßt, aber er ist in Verbindung mit einer unerbittlichen Naturauslese gewiß der wesentliche Bestandteil der Evolution. Und dennoch, liest man die Imkerzeitungen, so scheint die Hauptsorge etlicher Wissenschaftler, Züchter und vieler Vereinsfunktionäre darin zu bestehen, durch allerhand Schutzmaßnahmen dem natürlichen Drang des Bienenvolkes nach Variation ein für allemal ein Ende zu setzen. Armbruster hingegen bemerkte vor bald 50 Jahren: "Vor dieser Züchtungsmethode Angst zu haben resp. zu schüren ist kindisch und ist eine Folge des Rassenkultes, speziell aber auch der Vergötterung von vermeintlicher Rassereinheit."
Ein seriöser Züchter wird jedoch niemals seinen gesamten Zuchtstamm mit fremdem Material (der gleichen Rasse - oder auch fremder Rassen) kreuzen. Die Kreuzungen resp. Anpaarungen werden vielmehr über viele Generationen separat zum Grundstamm geführt In einer ersten Phase versuchen wir, meistens über den Weg der Verdrängungszucht über einige (wenige) Generationen, die unerwünschten Eigenschaften der Kreuzung resp. des eingesetzten Rohmaterials (falls vorhanden) zu neutralisieren, d.h. durch die schon vorhandenen besseren Eigenschaften des Grundstammes dominant zu ersetzen. In dieser Phase der Kreuzung ist es wichtig zu erkennen wie, ob überhaupt und unter welchen Umständen sich die erwünschten Eigenschaften von den unerwünschten trennen, d.h. aufspalten. Wir verfügen folglich über die Möglichkeit uns ein Bild zu machen über das,
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