die ältesten/schlechtesten hingegen als Randwaben (einzige Umgruppierung im Brutkörper).

Jeder weitere Honigraum wird OBEN aufgesetzt und weitgehend nur mit Mittelwänden bestückt. Die Bauzone des Bienenvolkes verlagert sich bei Tracht auf diese Weise fernab des Brutnestes. Die neuen Honigwaben sehen dadurch unvergleichlich frisch und appetitlich aus, das Wachs ist von feinster Qualität. Nebenbei bemerkt: Während Witterungsrückschlägen befindet sich der bereits eingetragene Honig in einer günstigen Warmzone und bleibt vor Feuchtigkeit geschützt.

Strenge Überwachung der Ertragsvölker während der Schwarmzeit, Ausreißen der Schwarmzellen falls vorhanden im 10 Tage Rhythmus. Diese Methode erfordert entgegen der Lehrmeinung nicht viel Arbeitsaufwand, da nur ein Brutraum vorhanden ist. Den Honigraum muß man dabei überhaupt nicht öffnen, er wird mitsamt Deckel zur Seite gestellt. Am Gewicht erkennt man den Grad der Füllung. Bei günstiger Witterung sind  80 - 100 Völker am Tag auf 10 oder 12 verschiedenen Ständen keine Seltenheit (1 Mannbetrieb). Zwischen 2 Kontrollgängen bleiben also mindestens 6 Tage für anfallende Arbeiten zuhause, sowie für die umfangreiche Zuchtarbeit und Besamung.

Abgeerntet wird jeweils nach Trachtende mittels Bienenfluchten (also Ende Mai resp. Ende Juli, Zwischentrachten werden ausnahmsweise geschleudert.). Das Einlegen der Bienenfluchten erfolgt gleichzeitig mit einer der Schwarmkontrollen im Frühjahr, im Spätsommer gleichzeitig mit einer Startfütterung von ca. 5 ltr. von unten, falls notwendig. Zusätzliche Anfahrtswege sind also eher ein theoretisches Gegenargument beim Einsatz der Bienenfluchten als die Realität.

In guten Jahren streben wir generell eine Selbstversorgung unserer Ertragsvölker an. Es bleibt  nämlich dabei: wer langfristig als Produzent einer Ware den Markt mit beeinflussen möchte, darf den gleichen Markt nicht selbst durch kurzfristiges Profitdenken verunsichern. Dazu gehört neben der Fähigkeit einer regelmäßigen Belieferung der Kundschaft mit frischer Ware (ob Geschäfte oder wie bei uns ausschließlich Endverbraucher) genauso die Selbstdisziplin, in guten und sehr guten Jahren den Markt nicht zu übersättigen. Die Tatsache, daß unsere Bienen den Honig als Nahrung für sich selbst, also auch als Winterfutter, eintragen wird oft mit dem lächerlichen Argument der Unverträglichkeit desselben abgetan. Da wir aus Erfahrungswerten wissen was wir an Honig an Endverbraucher verkaufen können,



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