(Also bei Honig heisst 6 "viel"; beiVarroa oder Propolis ist 6 "wenig"). Die einzelnen Eigenschaften stehen zum Teil in engem Zusammenhang untereinander (obwohl aus genetischer Sicht verschieden) und müssen zudem in Relation gebracht werden mit:

Den klimatischen Gegebenheiten der betreffenden Saison.

Dem Kleinklima des betreffenden Standortes.

Sowie den jeweiligen Trachtbedingungen (Standort und Jahr!).

Am Ende ergibt sich aus der Summe der Bewertungen ein Zuchtfaktor, der die Position des betreffenden Volkes in der Datenbank vorgibt. Selbstverständlich ist eine unterschiedliche Gewichtung einzelner Bewertungspunkte möglich.

Die züchterische Erfahrung aber spielt in der Auswertung von Bienenvölkern die entscheidende Rolle. Genauso die Tatsache, daß nur die intensive Überwachung einer möglichst großen Zahl von Königinnen und Zuchtlinien durch ein und dieselbe Person über eine Anzahl von Jahren zu Vergleichsresultaten führen kann, die ihrerseits eine Basis für die Selektion bilden.

Dazu gehört m.E. auch der Verzicht auf eine intensive Wanderung (es sei denn diese wird mit allen Völkern unter gleichen oder ähnlichen Bedingungen durchgeführt) sowie auf größere Modeumstellungen hinsichtlich der Betriebstechnik. Erfolg in der Züchtung wird langfristig nur derjenige haben, welcher mit viel Beharrlichkeit, Ausdauer und Aufgeschlossenheit, ohne jede Vorurteile seine Zuchtziele verfolgt.


Febr. 1994

Paul Jungels




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