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Vorbereitung des Zuchtstoffs Sämtliche Zuchtmütter, die auserwähltesten besamten Königinnen der Vorjahre befinden sich zur Zuchtzeit in Ablegern auf 8 bis 10 Dadanthalbrähmchen. Diese müssen sich zum Umlarvtermin in bestmöglichem Zustand befinden, auch sollte die Königin während dieser Zeit nicht zu viele Eier legen. Eine Woche vor Zuchtbeginn füttere ich, falls nicht gerade Tracht herrscht, mit einer Honiglösung. Dies schränkt die Zahl der freien Zellen für die Eiablage der Königin ein, und erhöht gleichfalls die Pflegewilligkeit der Ammenbienen. Das Resultat sind optimal gepflegte Larven, welche regelrecht im Futtersaft schwimmen. Umgelarvt werden jüngste Maden in Kunststoffnäpfchen. Bestens bewährt hat sich das Stecksystem von Nicot aus Frankreich. Verwertung der Zellen Wenige Tage nach dem Umlarven beginnt die Vorbereitung der Begattungsableger. Auf der Zuchtstation sind die 4er Einheiten inzwischen zum Bersten voll mit Bienen und Brut. Die erstellten Ableger dürfen nicht zu stark, aber auch nicht zu schwach sein: - Drei Halbrähmchen gut besetzt mit Bienen, davon zwei mit Brut. Dazu kommt eine gute Futterwabe. Also vorerst nur 4 Waben. Auf diese Weise lassen sich ca.400 Begattungsvölkchen aus den überfüllten 4er Einheiten erstellen. Nach dem Ausreißen der Nachschaffungszellen erfolgt die Neubeweiselung ausschließlich mit schlupfreifen Edelzellen. Wird eine wilde Nachschaffungszelle übersehen, so schlüpft aufgrund der zeitlichen Einteilung dennoch keine unerwünschte Königin im Ableger, sondern die zuerst schlüpfende ist stets die Zuchtzelle (doppelte Sicherheit). Die Jungköniginnen schlüpfen nicht im Brutschrank, sondern unter natürlichen Verhältnissen bei Bienen und schlüpfender Brut. Die Prägungsphase nach der Geburt einer Königin übt offenbar einen mitentscheidenden Einfluß auf deren spätere Qualität (Erfahrung Dr. Bretschko). Auch Pfarrer GERSTUNG lehrte schon vor mehr als 70 Jahren: "Jede Königin sollte im Paradies geboren sein". Die Paarungskontrolle Kontrollierte Paarungen sind bei großer Bienendichte im freien Flug undenkbar. Auch innerhalb eines Reinzuchtgebietes kann man folglich nicht von kontrollierter Paarung sprechen. Als Züchter will man nicht bloß Reinbegattungen innerhalb des Zuchtstammes erzielen, sondern man strebt danach, den Zuchtstamm in sich zu verbessern. Also auserwählte Völker, auch als Drohnenspender. |
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