(Dr. Wallner, die Biene 6/96).

Also muß es darum gehen mit Hilfe der Betriebsweise belastetes und unbelastetes-(neues) Wachs möglichst schnell zu trennen, dann aber den Wachskeislauf zu öffnen um möglichst viel belastetes Altwachs zu entfernen.

Kritik kam von seiten der Wissenschaft (u.a. Dr. Wallner, Bienenvater 8/95): "Anreicherung kann bei Verwendung des eigenen Wachses nicht durchbrochen werden da sich Rückstände gleichmäßig verteilen". Dr. Wallner vertritt gleichfalls die These, "daß die Wirkstoffe im Wachs wandern können" (was sicher richtig ist) und daher "eine echte Trennung zwischen dem Brutraum in dem Bekämpfungsmaßnahmen durchgeführt werden und den Waben im Honigraum nicht existiere".

Bei der Mehrzahl der gebräuchlichen Betriebsweisen erfolgt die Bauerneuerung im Brutraum. Neuwachs wird von den Bienen überall verstreut angebracht. Ausgeschiedene, umgehängte Brutwaben werden meistens zu Honigwaben. (Abb.1) Die von mir vorgeschlagene räumliche und zeitliche Trennung von Alt- und Neuwachs versucht dies zu verhindern. Wahrscheinlich deshalb, weil sich bei unserer Betriebsweise die Bauzone des Bienenvolkes  (Produktionsstätte für Neuwachs) abgelegen  und während der Tracht weitgehend konzentriert in den obersten Honigräumen befindet. (Abb. 2) Außerdem wird das Neuwachs (mitsamt dem Honig natürlich) alsbald, nach dessen Produktion durch die Bienen, geerntet. Inzwischen liegen die Ergebnisse der in Auftrag gegebenen Wachsanalysen (durchgeführt von Dr. Wallner) vor. Diese bestätigen eindeutig das, was das unbewaffnete Auge sowie die bloße Überlegung vermuten ließen.

Außer einer strenger Selbstdisziplin bei der Wachsernte verursacht die Methode weder zusätzliche Kosten (außer ev. für eine Wabengießanlage) noch zusätzlichen Arbeitsaufwand. Diese Betriebsform auch nicht gebunden an spezielle Betriebsmittel und lässt sich nach entsprechender Anpassung in jeder Beute, ja sogar im Blätterstock praktizieren.


Die Betriebsweise im Einzelnen:

Unsere Betriebsweise wurde in ihren Grundzügen von Br. ADAM  (siehe "Meine Betriebsweise") adaptiert. Eine Vorstellung im Detail dürfte überflüssig sein. Die wichtigsten Schritte  - in Bezug  zum Thema - werden erwähnt und im einzelnen besprochen.


  • Varroabehandlung im Spätsommer/Herbst nach Teilauffütterung: Zu diesem Zeitpunkt



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