bei Bedarf, d.h. bei entsprechender Brutausdehnung, am Rande des Brutnestes ausschliesslich mit Mittelwänden   (durchschnittlich 1/4 Erneuerung). Kurz vor der Sommersonnenwende, also während der Periode maximaler Brutausdehnung geben wir die neuen Brutwaben zum Zentrum hin, die ältesten/ schlechtesten hingegen als Randwaben (einzige Umgruppierung im Brutkörper). Jeder weitere Honigraum wird OBEN aufgesetzt und weitgehend nur mit Mittelwänden bestückt. Die Bauzone des Bienenvolkes verlagert sich bei Tracht auf diese Weise fernab des Brutnestes. Die neuen Honigwaben sehen unvergleichlich frisch und appetitlich aus, das Wachs ist von feinster Qualität. Nebenbei bemerkt: Während Witterungsrückschlägen befindet sich der bereits eingetragene Honig in einer günstigen Warmzone und bleibt vor Feuchtigkeit geschützt.

  • Nach der Ernte mittels Bienenfluchten entdeckeln wir mit dem Messer entlang des Rähmchenholzes. Die Waben werden dadurch gestutzt. Dabei fallen grosse Mengen Entdeckelungswachs an. Und zwar so reichlich, um damit in normalen Jahren den gesamten Bedarf für die Mittelwandherstellung der kommenden Saison zu decken. Freilich werden auch Honigraumwaben eingeschmolzen. Alljährlich etwa 1/3 . Notfalls verfügen wir also über eine zusätzliche Reserve an rückstandsfreiem/ armem Bienenwachs um damit schlechte Honigjahre (=geringere Wachsernte) zu überbrücken. Erwähnt werden muss, dass in den Honigräumen der Abstand zwischen den einzelnen Waben von normal 35 mm auf über 40 mm erhöht wurde, also weniger Rähmchen im Honigraum bei gleichbleibender Holzbreite von 26 mm.

  • Hygienische Massnahmen: Zusätzlich zu dem bereits erwähnten Bodenbrettwechsel tauschen wir im 4-Jahresrythmus ebenfalls die Bruträume aus. Nach gründlicher mech. Reinigung erfolgt die Desinfektion durch Ausflammen mittels Gasbrenner. Die Wabenrähmchen bürsten wir im kochenden Wasser ohne Zusätze aus. Auch jahrealtes Propolis und abgelagertes Wachs sind als Ablagerungsstätte möglicher Rückstände anzusehen.

Einzige Vorbedingung ist eine Biene die bereit ist -und dies nicht nur während der Frühtracht- den Honig in unbebrüteten Waben einzulagern, resp. für die Honigeinlagerung neue Waben zu bauen. Die Buckfast wird sei jeher auf diese Zuchtziele ausgelesen. Ich bin mir bewusst, dass einige Carnicalinien diesbezüglich zu Problemen führen könnten. Die Eigenschaft der "brutfernen Honigstapelung" zeigt nach meiner Erfahrung innerhalb der verschiedenen Carnica-Populationen eine breite Streuung und unterliegt zudem einer hohen Erblichkeit, -beides günstige Voraussetzungen für eine erfolgversprechende



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