aber ausgeschieden werden und so trotz Befruchtung der Eizelle ein Drohn entsteht, mit den Erbanlagen seines Vaters.

Eine weitere Möglichkeit der Natur, um einer Zuchtpopulation welche vom Züchter vermeintlich in geschlossener Form geführt wird, schleichend neue Erbanlagen zuzufügen (wie oben).


Über die Unzulänglichkeiten der Belegstellen, incl. der Inseln

wurde viel berichtet und geforscht. Wir wissen und akzeptieren heute, dass es die absolut sichere Landbelegstelle in unseren Breiten nicht gibt. Das gleiche trifft zu für nahezu alle Hochgebirgsbelegstellen (unter besonders günstigen Witterungsverhältnissen) und, entsprechend neuesten Berichten, welche mittels genetischem Fingerprinting erzielt wurden, vermögen brünstige Königinnen auch als bisher sicher geltende Nordseeinseln zwecks Paarung zu verlassen. Dies besonders bei etwaigem Drohnenmangel respektive bei sporadisch auftretendem Überangebot an paarungswilligen Königinnen (etwa nach längeren Schlechtwetterperioden).

Treffen bei Fehlpaarungen andersrassige Geschlechtstiere aufeinander, sind diese in der Regel merkmalsmässig leicht zu erfassen und können in der Folgegeneration (oder schon bei der Merkmalskörung) ausgeschieden werden. Fehlpaarungen mit rasseähnlichen Geschlechtstieren hingegen bleiben in der Regel unbemerkt und verfälschen die beabsichtigte Zucht. Sie könnten nur durch genetischen Fingerabdruck ermittelt werden.


Die Unzulänglichkeiten der Züchter

sind bekannt, aber in der Regel nicht 100 Prozent  abzustellen. Von Irrtümern bei der Auswahl der Mutter- und Vatervölker über schlecht isolierte Drohnenhaltung im Vorfeld der Paarungszeit, Drohnen in Begattungseinheiten, Umweiselungen der Drohnenvölker oder Drohnenbrütigkeit ergeben sich eine Reihe von Fehlermöglichkeiten. Und welcher Imker / Züchter würde behaupten, die alljährliche hochsommerliche Bienenstressprüfung fehlerfrei zu bestehen?


Alle hier erwähnten Fehler summieren sich in ihrer Auswirkung, und wir können guten Gewissens davon ausgehen, dass eine wirklich exakte Paarungskontrolle bei der Honigbiene bei natürlicher Paarung nahezu unmöglich ist. Heute wissen wir, dass im Schnitt rund zwanzig Drohnen an der Paarung einer Königin im freien Flug beteiligt sind. Eine sehr hohe Zahl, um unter den gegebenen Umständen selbst bei pingelig exakter Arbeitsweise Königinnen zu erzielen, welche sich ausschließlich mit dem vorgesehenen



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