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Drohnenmaterial verpaaren. In der Praxis wird daher unter normalen Belegstellenbedingungen eine Mischpaarung mit überwiegend richtigen Drohnen eher die Regel denn die Ausnahme sein. Bei der Handbesamung kommen deutlich weniger Drohnen zum Einsatz. Die Unzulänglichkeiten der Belegstelle fallen ebenso weg. Die Fehlerquote kann sich also beträchtlich verringern. Andere Bedenken bleiben aber bestehen. Auch die Handbesamung verschafft unter Praxisbedingungen keine hundertprozentige Paarungssicherheit. Damit müssen wir unsabfinden..
III. Was passiert bei den Nachzuchtgenerationen?
Um dieser Frage nachgehen zu können müssen wir uns zwei grundsätzliche Besonderheiten betreffend Züchtung von Honigbienen ins Gedächtnis zurückrufen:
Erfahrene Züchter bestätigen heute weltweit die extreme Inzuchtanfälligkeit der Bienen. Für den praktischen Imker sofort ersichtlich, geht jede noch so geringe Verwandtschaft zuerst einher mit dem Fehlen des Heterosiseffektes. Eingeschränkte Entwicklungskraft der Völker, Kurzlebigkeit der einzelnen Bienen, eingeschränkte Bruttätigkeit und des öfteren auch das Fehlen ganzer Verhaltensmuster sind die schleichenden Folgen, die jeder Züchter nur zu gut kennt. In Wirklichkeit geht es hier um eine Summierung der Negativeffekte, welche aus fehlenden Erbanlagen für die Lebensgemeinschaft, verringerter Lebenskraft der einzelnen Volksglieder sowie den vielzitierten Brutlücken aufgrund gleicher Sexalle bestehen (2).
Die Tatsache, dass teilweise Fehlpaarungen ( 20 zu 1 etwa im Sperma der Samenblase einer Königin) bei Rasseähnlichkeit (zwischen Richtig- und Fehlpaarung) weder merkmalsmässig noch im Verhalten der Völker auszumachen sind, also schlicht übersehen werden.
Stellen wir uns nun bildlich das weitere Geschehen vor. Nach eingehender Prüfung zieht der Züchter weitere Königinnenserien von seinen besten "reingepaarten" Königinnen nach. Jede Nachzuchtkönigin hat logischerweise einen einzigen individuellen Vater. Um bei obigem Verhältnis zu bleiben, jede zwanzigste Königin entstammt einer ungewollten "Kreuzung", je nach Art der aufgetretenen Panne mit bis zu 50% fremden Erbanlagen. Die Jungköniginnen werden nun auf der Belegstelle kontrolliert gepaart (oder handbesamt), erneut mit Material des Züchters. Aus diesem Bestand erfolgt nun die Auslese der weiteren Generation. Jede zwanzigste Königin aus dem Beispiel unseres "Reinzuchtstammes" ist nun ausgestattet mit einem optimal ausgeprägten Heterosiseffekt, im Gegensatz zu ihren (Halb)Schwestern . Sie wird ihre (Halb)Schwestern übertreffen im Ertrag, in der Vitalität der Bienen, in der Vitalität der Brut, in der Überwinterung, ja nicht
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